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Digitales Fachgespräch "Zugehende Hilfen"

Modelle sind da, Finanzierung fehlt

14.12.2021

Präventive Hausbesuche und andere zugehende Hilfen waren Thema des Digitalen Fachgesprächs der BaS am 14.12.2021. Die Berichte zum „Berliner Hausbesuch“ und zum Modell „Gemeindeschwester Plus“ aus RLP stießen auf großes Interesse bei den Teilnehmenden.

Die mehr als 60 Praktiker:innen und Koordinator:innen aus Seniorenbüros und anderen Anlaufstellen für ältere Menschen steuerten selbst viele gute Beispiele bei, wie ältere Menschen proaktiv angesprochen werden können, und machten deutlich, dass es vor Ort dafür großen Bedarf gibt.

Persönliche zugehende Beratungsangebote erreichen auch Menschen, die nicht von selbst eine Beratungsstelle aufsuchen würden, so die Erfahrung der Teilnehmenden. Allerdings werde das Angebot zum Teil als stigmatisierend empfunden, da ein Besuch mit Problemen in Verbindung gebracht werde. Ein Regelangebot würde dies ändern, so die einhellige Meinung der Teilnehmenden. Zugehende Hilfen sollten gesetzlich verankert werden und mit nachhaltigen finanziellen und personellen Strukturen abgesichert werden, forderten sie. Wichtig sei darüber hinaus ein stetiger Austausch und die Vernetzung mit anderen Kommunen sowie Kooperationspartnern. Es brauche „Lichterketten statt Leuchttürme“, wie eine Arbeitsgruppe formulierte.

Um zugehende Hilfen vor Ort anbieten zu können, wünschten sich die Teilnehmenden darüber hinaus praktische Tipps und Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten. Die BaS wird sich weiter mit der Thematik beschäftigen und dazu u.a. im Laufe des Jahres 2022 einen Workshop veranstalten.

Bericht „Berliner Hausbesuch“

Ergebnisse des Fachgesprächs