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Digitales Fachgespräch "Die Corona-Krise: Wie kann die Anerkennungskultur für Ehrenamtliche aktuell aussehen?"

19.05.2021

Mit zunehmender Dauer der Corona-Krise wird es immer schwieriger, mit ehrenamtlich Engagierten in Kontakt zu bleiben, ihre Arbeit wertzuschätzen, sie zu motivieren und bei der Stange zu halten. Wie das gelingen kann, darum ging es im BaS-Fachgespräch zum Thema Anerkennungskultur.

Agnes Boeßner, Caroline Kuhl und Annette Scholl, Referentinnen bei der BaS, stellten Ansätze für eine ganzheitliche Anerkennungskultur vor. In ihrer Präsentation gaben sie Anregungen, wie eine gute Kontaktpflege und Wertschätzung aussehen kann und wie man damit umgehen kann, wenn sich Engagierte zurückziehen – aus welchen Gründen auch immer.

In einem Interview berichtete Sabine Hantzko, Leiterin des Bereichs Senioren im Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) Celle aus der Praxis. Sie ist hauptamtliche Ansprechpartnerin für mehr als 100 Seniorenbegleiterinnen und -begleiter sowie weitere ehrenamtlich Engagierte in Celle und Umgebung. Neben guten Rahmenbedingungen wie Aufwandserstattung und Versicherung bestehe Anerkennungskultur aus vielen Kleinigkeiten, betonte sie. Dazu gehöre auch, die Namen aller Ehrenamtlichen zu kennen: „Ich grüße jeden!“

In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass gute Rahmenbedingungen als selbstverständliche Voraussetzung gesehen werden (die EA sollen nicht draufzahlen!). Über Blumen oder eine persönliche Geburtstagskarte freuen sich die meisten Ehrenamtlichen mehr als über monetäre Anerkennungsformen wie beispielsweise eine Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen, wurde berichtet. Als sehr wertschätzend werden nach Aussagen der Teilnehmenden fachliche Fortbildungen empfunden sowie Ausflüge oder Veranstaltungen, bei denen der Erfahrungsaustausch mit anderen Engagierten möglich ist.

Präsentation

Interview

Ergebnisse der Diskussion