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Netzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen“ in RLP: Stark gegen Einsamkeit

Die Einsamkeit älterer Menschen in Corona-Zeiten war das Thema des ersten Jahrestreffens des Landesnetzwerkes „Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“ am 18. August 2020. Mehr als 80 Haupt- und Ehrenamtliche kamen in einer Online-Konferenz unter Leitung der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS) zusammen. Sie tauschten Erfahrungen aus, wie ältere und zurückgezogene Menschen erreicht werden können. Ein zentrales Thema – vor allem in der Corona-Pandemie.
Pressemitteilung des Ministeriums

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler unterstrich in ihrer Videobotschaft die Bedeutung des Landesnetzwerkes gerade angesichts der aktuellen Kontaktbeschränkungen und bedankte sich bei allen Mitwirkenden im Netzwerk für den „großen Einsatz sowie das hohe Engagement“. Durch die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen sowie die Vernetzung vor Ort konnten die Beteiligten während der Pandemie neue Angebote entwickeln und dadurch älteren Menschen den Alltag erleichtern.

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© Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland Pfalz

Einsamkeit könne sich auf die körperliche und mentale Gesundheit negativ auswirken, betonte Prof. Dr. Maike Luhmann von der Ruhr Universität Bochum. Sie müsse daher besonders in der Corona-Pandemie als ernstzunehmendes Problem gesehen werden.
zum Vortrag von Frau Prof. Luhmann

Laut Dr. Hartmut Jatzko von der Stiftung Katastrophen-Nachsorge könnten bei älteren Menschen beispielsweise durch das Tragen einer Maske traumatische Kriegs-Erfahrungen wachgerüttelt werden. Für diese Menschen sei es wichtig, „glaubhafte Nähe“ vermittelt zu bekommen, die deutlich macht: „Ich bin für Sie da“ bzw. „Ich komme wieder auf Sie zu“.
Wortwolke zum Interview mit Dr. Jatzko

Die BaS erarbeitet derzeit das Logbuch „Compendium gegen die Einsamkeit in der Corona-Pandemie“. Es zeigt auf mehr als 100 Seiten positive Beispiele und erprobte Aktivitäten aus Rheinland-Pfalz, in zahlreichen Artikeln kommen ältere Menschen zu Wort. Ein erster Entwurf des Compendiums wurde bei der digitalen Veranstaltung vorgestellt.
zur Präsentation des Logbuches

Ergebnisse der Gruppenarbeit “Arbeiten in der Ausnahmesituation einer langandauernden Pandemie”

Präsentationen rund ums Netzwerk

Fokusgruppe “Teilhabe und Teilnahme”

Fokusgruppe “Sorge und Mitverantwortung”

Rückblick und Ausblick

Vorstellung der Homepage

Das digitale Jahrestreffen wurde von der BaS gemeinsam mit der Koordinierungsgruppe des Landesnetzwerks vorbereitet und moderiert. Das Landesnetzwerk sucht noch Verstärkung: Interessierte können sich an die Servicestelle des Landesnetzwerkes „Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“ wenden.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. ist verantwortlich für die Servicestelle und Ansprechpartnerin für Fragen, Anliegen und Themen (Annette Scholl, Tel.: 0228/18499575, E-Mail: scholl@seniorenbueros.org).

Aktuelle Informationen zum Netzwerk sind unter www.seniorenbueros.org zu finden.