Dritte Orte - Haus der Familie Bonn

Mai 2026

Die Familienbildungsstätte Haus der Familie in Bonn zeigt, wie ein lebendiges Mehrgenerationenhaus Begegnung, Teilhabe und Engagement im Alltag fördern kann. Als Bildungseinrichtung mit vielfältigen Angeboten für Menschen unterschiedlichen Alters bietet es einen offenen Ort, an dem Bildung, Freizeitgestaltung und soziales Miteinander verbunden werden.

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Das Angebot des Hauses ist breit aufgestellt. Neben dem Kernbereich der Familienbildungsstätte, dem Eltern-Kind-Bereich, eröffnen Kurse aus den Bereichen Sprachen, Kreativität, Kochen und Sport zahlreiche Möglichkeiten, neue Fähigkeiten zu entwickeln, Interessen nachzugehen und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Damit spricht die Einrichtung nicht nur einzelne Zielgruppen an, sondern schafft Angebote für verschiedene Lebensphasen und Bedürfnisse.

Besonders hervorzuheben ist das Projekt „Chancenpatenschaften“. In diesem Projekt engagieren sich Seniorinnen und Senioren ehrenamtlich und bilden Tandems mit Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Sie unterstützen die Kinder und Jugendlichen beim Lernen, bei den Hausaufgaben und im schulischen Alltag.

Die Chancenpatenschaften machen deutlich, welchen wichtigen Beitrag ältere Menschen für das Gemeinwesen leisten können. Sie geben Zeit, Erfahrung und Wissen weiter. Gleichzeitig entstehen tragfähige Beziehungen zwischen den Generationen. Die Begegnungen sind nicht nur auf schulische Unterstützung beschränkt, sondern fördern auch Vertrauen, Wertschätzung und gegenseitiges Verständnis.

Auch über dieses Projekt hinaus wird sichtbar, wie selbstverständlich generationenübergreifendes Miteinander im Haus der Familie gelebt wird. Ein Beispiel hierfür ist ein Kursangebot für Mütter nach der Geburt, deren Babys von einem Team Ehrenamtlicher betreut werden, während sie selber im Nebenraum einen hebammengeleiteten Rückbildungsgymnastikkurs besuchen. Ein Format, das drei Generationen vereint. Dieses Angebot zeigt, dass ältere Menschen nicht nur Teilnehmende, sondern auch aktive Gestalterinnen und Gestalter des sozialen Lebens sein können.

Für ein Seniorenbüro bietet das Haus der Familie damit ein anschauliches Praxisbeispiel. Die Einrichtung zeigt, wie Angebote gestaltet sein können, die Engagement im Alter ermöglichen, Begegnung zwischen Generationen fördern und gesellschaftliche Teilhabe stärken. Besonders wichtig ist dabei der niedrigschwellige Zugang: Menschen können sich entsprechend ihrer Interessen, Fähigkeiten und zeitlichen Möglichkeiten einbringen.

Das Haus der Familie erfüllt damit eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Es schafft Räume für Austausch, unterstützt soziale Kontakte und stärkt das gemeinschaftliche Lernen. Zugleich macht es ehrenamtliches Engagement sichtbar und bietet dafür eine verlässliche Struktur.

Insgesamt zeigt das Beispiel des Hauses der Familie in Bonn, wie durch offene, vielfältige und alltagsnahe Angebote ein Ort entsteht, an dem Menschen unabhängig von Alter oder Lebenssituation zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam aktiv werden.

Logo Haus der Familie Mehr Informationen zum Haus der Familie finden Sie auf der Homepage: https://www.hdf-bonn.de/

 

Baby und Oma Eingang zum Haus der Familie Bonn