Landesnetzwerktreffen der LaS NRW in Düsseldorf
Die BaS war bei der gut besuchten Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (LaS) NRW mit einem Stand präsent, stellte ihre Arbeit vor und beteiligte sich an den Foren. An einem „Kaugummiautomat“ konnten Fragen beantwortet werden.
Das Netzwerktreffen der LaS NRW am 28. Mai in Düsseldorf startete mit einem Impulsvortrag von Dr. Johannes Hillje, dem Autor des Buches „Mehr Emotionen wagen“. Er gab Einblicke in seine Studie „Rückkehr zu den politisch Verlassenen“, in der er die Ursachen der hohen Wahlergebnisse rechter Parteien in Deutschland und Frankreich erforschte. Ein zentraler Ansatz, um dem entgegenzuwirken, sei die Partizipation der Menschen bei der Lösung der Probleme vor Ort. Das Verschwinden von Dingen wie Briefkästen oder Geschäften für den täglichen Einkauf führe zu einem Gefühl des Verlassenseins. Es sei daher eine wichtige Aufgabe, Lösungsansätze zu finden und insbesondere älteren Menschen Möglichkeiten der Teilhabe zu bieten, indem man sie konkret nach ihren Bedürfnissen fragt.
Nach einer Frage- und Austauschrunde begann die erste Workshopphase. In drei Gruppen gab es neben Informationen die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung. Die Titel der Workshops waren:
- Nachbarschaft und Einsamkeit – gemeinsam Resonanzräume gestalten
- Gegen den Strich – Verrückte Ideen, um sich zu begegnen
- Engagiert euch, Boomer! – Bericht der Körber-Stiftung zur gleichnamigen Studie aus dem Jahr 2024
Karl-Josef Laumann (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW)
Vor der Mittagspause begrüßte Minister Karl-Josef Laumann (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW) alle Teilnehmenden. Minister Laumann dankte allen für ihre wertvolle Arbeit für und mit Senior:innen in den Kommunen und Gemeinden. Er wies jedoch auch auf die fehlenden Haushaltsmittel hin, die ein Umdenken und neue Konzepte erforderlich machen. Das Land NRW stehe vor einem Strukturwandel als Wirtschaftsstandort, wodurch zahlreiche Arbeitsplätze, auch im Mittelstand, gefährdet sind.
Insgesamt bot die Veranstaltung einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Seniorenarbeit in NRW und ermöglichte den Seniorenbüros eine weitere Vernetzung.
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